| rt-go: 05.04.2007 / 22.07.2008 |
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Mein Lepus war ab Werk vorne mit einer hydraulischen Felgenbremse (Magura HS33) ausgestattet. Gegen
die Bremse ist nicht viel ein zu wenden, insbesondere wenn man sie so wie ich nur im Stand benutzt
(s. a. Kleiner Bremsen-Umbau). Allerdings fehlt ein
Feststeller. Der hat mir sogar sehr gefehlt. Denn es ist mir schon passiert, dass ich nur mal kurz
angehalten habe und aufgestanden bin, um ein Foto zu machen. Und weil der Weg nur fast eben war, hat
sich das Rad unbemerkt in Bewegung gesetzt, ist mir mit dem Sitz gegen die Beine gefahren, hat mich
dadurch ganz schnell (aber etwas unkontrolliert) wieder in den Sitz gebracht und hätte mich beinahe eine Böschung hinab befördert.
Mein Fehler. - Ganz klar. Ich hätte ja das geniale Klettband um den fest angezogenen Griff der Bremse winden können. Dieses tolle Band hat nur leider zwei kleine Nachteile. Zum Einen ist es ein überaus lästiges Gefummel mit zwei Händen, bis man das Band richtig um den fest angezogenen Bremshebel geschlungen hat und zum Anderen hält das Klettband durchaus nicht zuverlässig fest. - Im Gegenteil. - Es ist mir schon einige Male passiert, dass sich das Klettband gelöst hat und das Rad dann unkontrolliert davon gerollt ist. Neulich sogar mitten im Ort quer auf die Hauptstraße.
Es ist purer Zufall und großes Glück, dass bei all den verschiedenen Vorkommnissen weiter nichts passiert ist. Meine Anfrage bei der Firma Hase bezüglich eines Feststellers für die Bremse hat mir folgenden tollen Vorschlag eingebracht: “Wir haben inzwischen einen Feststellbremshebel für mechanische Bremsen
entwickelt. Wenn Sie also die Vorderradbremse gegen eine mechanische Bremse tauschen, lässt sich
diese auch feststellen.” Klasse! - Ich müsste also nur meine hydraulische Bremse gegen eine mechanische tauschen.
Ich habe diesen absolut lächerlichen Vorschlag natürlich ignoriert und mich (wieder mal) selbst um die Lösung des Problems bemüht.
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2. Variante vom 22.07.2008 |
Unser zweites Lepus wurde selbstverständlich wieder mit hydraulischen Bremsen und deshalb mit einem kostbaren Klettband als “Feststeller” geliefert.
Nach Aussage von Hase soll es das Rad zuverlässig am Wegrollen hindern. Warum dies dann aber
nicht viel bequemer mit einem Feststellhebel erfolgen kann, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis.
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Eigentlich hat mich das nicht überrascht und ich weiß ja schon,
wie man selbst einen Feststeller basteln kann.
Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte war,
dass das neue Lepus mit einem völlig anderen Bremshebel geliefert wurde.
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Gut, eine neue Herausforderung erfordert halt eine neue Lösung.
Und weil die erste doch etwas aufwändig war,
hatte ich mir fest vorgenommen,
dass die zweite eine minimalistische werden sollte.
Nachdem das Konstruktionsproblem im Kopf gelöst war,
folgte natürlich das der Materialbeschaffung.
Ich wollte 2 mm starken Edelstahldraht verwenden.
Es hat eine ganze Weile gedauert,
bis ich endlich drauf gekommen bin,
wie ich dieses Beschaffungsproblem lösen kann.
Dann bin ich zur Zweiradwerkstatt um die Ecke
und habe mir eine Edelstahlspeiche geholt.
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Da muss man ja erst mal drauf kommen.
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Die Raste ist schnell fertig
und sieht schon mal sehr minimalistisch aus.

Auch die “Klinke” ist nicht mehr als ein Stück Draht.
Allerdings gebogen.
Und das Biegen ist etwas mühsam,
weil man's ja direkt am Bremshebel machen muss
und nur wenig Platz
für die Zangen hat.

Eine Drahtklinke und eine Drahtraste.
Dafür braucht man nur eine Speiche.

Damit die Drahtenden verletzungssicher verdeckt sind,
habe ich zwei Stück Schrumpfschlauch drüber geschoben
und mit der Heißluftpistole geschrumpft.

Offene Bremse.
Die Klinke ist hinten schwerer als vorne und leicht beweglich.
Deshalb fällt sie hinten nach unten und rastet automatisch ein.
Eine Feder ist überflüssig.

Zum Einrasten genügt es kräftig am Bremshebel zu ziehen.

Zum Lösen muss man nur wieder kräftig am Bremshebel ziehen
und mit dem kleinen Finger die Klinke runter drücken.
Das ist alles und funktioniert ganz prima.
OK!
Einen Design-Preis werde ich auch dafür nicht bekommen.
Aber man muss ja gar nicht hin sehen.
Das Ding lässt sich (mit einer Hand) blind bedienen.
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Eine Edelstahlspeiche 2,0 x 360 mm
Zwei Stück Schrumpfschlauch
~ 8 g
~ 1 €
Ist das minimalistisch?
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Na gut, ich geb's zu.
Weil die Raste nur eingesteckt ist und verloren gehen könnte,
habe ich rein präservativ etwas Kleber in das Loch gefüllt.
(Saver breaks)
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Der Feststeller funktioniert ganz wunderbar und die Benutzung
ist schon zur unbewussten Selbstverständlichkeit geworden.
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Allerdings hat die Technik ihre Grenzen.
Ich nutze die Vorderradbremse ausschließlich als Feststellbremse,
weil sie beim Deltatrike zu sonst nichts zu gebrauchen ist.
Dass sie aber auch dabei nicht gerade glänzend funktioniert,
habe ich erfahren, als ich mein Trike auf einem steilen Waldweg abgestellt habe.

Trotz Feststellbremse rollte das Trike langsam rückwärts,
weil es das blockierte Vorderrad einfach über den Weg zog
bis die Räder durch den Schotter
oder andere kleine Hindernisse aufgehalten wurden.
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Man sollte nie vergessen,
dass die Feststellbremse ihre Grenzen hat
(auch als Diebstahlbremse).
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Davon abgesehen ist sie aber eine Einrichtung,
die den Gebrauch des Rades im Alltag viel bequemer macht.
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