| rt-go: 08.05.2008 /01.04.2009 |
Die SituationUnsere beiden “lepores” sind mit Gepäckträgern ausgestattet.
Beide haben ihre Vorzüge und gefallen uns eigentlich ganz gut. Die Wermutstropfen
kommen, sobald man die Gepäckträger auch tatsächlich benutzt. Weil diese (eigentlich ganz genial) an
den Trägern der Schutzbleche befestigt sind, passiert es immer wieder, dass das Gepäck in einer
Kurve so stark nach außen drängt, dass die offenbar viel zu weichen Schutzblechträger verbogen
werden. Die tragen zwar in der einen Richtung für die sie gedacht sind (senkrecht), aber eben nicht quer dazu.
Dann schleifen die Schutzbleche an den Rädern und man muss unterwegs im Fahren hinterrücks suchen wo die Stelle ist, um das
Schutzblech wieder weg zu biegen. Das hält dann bis zur nächsten Kurve und steigert natürlich den
Fahrspaß ungeheuer. Da
kann man nur hoffen, Hinzu kommt, dass man diese kolossal praktische Tasche, wenn man zum Übernachten ins Hotel will, erst mal demontieren und dann mitsamt dem Alurohr und dem Rücklicht aufs Zimmer schleppen darf. Das ist doch zünftig. Und am nächsten Morgen darf man dann alles wieder montieren Als ich neulich sah, wie ein Kettwieselfahrer einen Strandstuhl zum klappbaren Gepäckträger an seinem Rad umgebaut hat, reifte bei mir die Idee, etwas Ähnliches zu versuchen. Weil ich aber kein passendes Ausgangsmaterial (Strandstuhl) finden konnte, stellte sich mir die Frage, mit welchem Material ich einen Eigenbau versuchen sollte. Weil es leicht und stabil und auch einfach zu bearbeiten ist,
Praktische Suche nach der besten Lösung
Natürlich könnte man den Gepäckträger
Weil der aber klappbar ist und bleiben muss,
Die Alternative: Außerdem sollte ja der
Tandembetrieb
Die Stellen wo die Aufhängung erfolgen soll,
Eine fast schon passende Multiplexplatte von 60 x 50 cm
Ein Kunststoffbehälter, der später das Transportgut aufnehmen soll, ...
... hat zur Anprobe Platz genommen.
Das Rücklicht, das (s. rechts) am hinteren Rohr des Gepäckträgers befestigt war, musste direkt am Hinterbau befestigt werden, damit es vom Gepäckträger unabhängig ist.
Die Konstruktion
Zwei Buchenholzbretter sollen die Platte tragen.
Weil Holz keine Zugspannung aushält,
Hier hängt der Rohbau am Rahmen.
Die Platte liegt so hoch, dass genug Platz zum Einfedern bleibt
Bei Bedarf kann man den Gepäckträger,
Theorie ist gut und notwendig, aber letztlich entscheidet die Praxis. Und weil
staubige Holzarbeiten durstig machen, liegt es nahe,
... und dann die volle Kiste zurück.
Nachdem diese erste Probefahrt erfolgreich war,
Die U-förmige Holzleiste oben sorgt für die seitliche Führung
Alle Holz-Verbindungen sind einfach geleimt.
Der fast fertige Gepäckträger.
Von unten kann man sehen, wie's funktioniert.
Zwei passende Expander halten die Transportkiste fest.
Die zweite Probefahrt von 20 Km zeigt, Aber auf dem Pflaster höre ich sogar meinen Unterkiefer klappern.
Die kleine orange Tasche habe ich am Sitz fest gezurrt
FazitAuch wenn die Langzeiterfahrung noch fehlt, kann ich jetzt schon sagen, dass mich die Konstruktion voll zufrieden stellt. Die Schutzbleche bleiben jetzt endlich dort wo sie hin gehören, scheuern nicht mehr an den Reifen und nerven nicht mehr. Die maximale Tragfähigkeit werde ich natürlich nicht ermitteln, indem ich den Träger
bis zum Bruch belaste. Ich begnüge mich mit dem, was ich schon ausprobiert habe. Wenn ich am
hinteren Ende stark genug auf den Träger drücke, hebt vorne das Rad ab. Wenn man sich die
Hebellängen betrachtet, wird klar, dass die Festigkeit ausreichen dürfte. Aber die Praxis wird es
zeigen. Selbstverständlich habe ich den Träger noch mit Bootslack gestrichen, damit er wasserfest ist. Jetzt bringt er 1.966 g auf die Waage. Damit kann ich leben und bequem
Überraschung
An meine Einkaufskörbchen mit 620 Gramm pro Stück, die ich sonst gerne benutze, hatte ich gar nicht gedacht. Als ich sie jetzt einfach mal so drauf gestellt habe, konnte ich es nicht fassen. Die passen als wäre alles füreinander gemacht. Zwei Körbchen passen nebeneinander drauf und klemmen sich zwischen Sitz und hinterer Leiste von selbst leicht fest. So dass man gar keine weitere Befestigung braucht. Für die Einkäufe im Ort ist das natürlich eine sehr bequeme Alternative zu der 50-Liter-Kiste.
A propo 50-Liter-Kiste. Die Kiste, in der ich üblicherweise die Glasflaschen für das Recycling sammle, ist natürlich auch genau so eine. Deshalb verwundert es nicht, dass sie auf den Träger passt. Und sie steht ohne zusätzliche Befestigung fest drauf. Beim Transport klappern natürlich die Flaschen etwas. Ich hab's heut gleich mal aus probiert. Aber das haben sie schon immer gemacht. Es hat mich jedoch auf eine Idee gebracht. Ich könnte doch die Kiste immer drauf stehen lassen.
Ok, ich geb's zu. Manchmal kann ich auch richtig fies sein.
Nachträge21.05.2008
Auf dem Baumarkt habe ich zufällig
09.06.2008Mir ist eingefallen, dass man das Trike bei Bedarf ja auch einfach hochkant stellen können sollte. Also habe ich es halt probiert.
Nur mit Gepäckträger ist das gar kein Problem.
Aber mit Kiste auch nicht. Nur mit der Bierkiste drauf
12.06.2008
Auch 32,2 kg Getränke in Glasflaschen
15.07.2008Mach's mit Gummi!
Um den großen Pflanzkübel zu transportieren,
In dem großen Kübel steckt übrigens noch ein etwas kleinerer
01.04.2009
Niemand soll sagen,
Damit mir da unterwegs ja keiner an die Bio-Nahrung geht!
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