rt-go: 31.08.2008

Balaton

 

 

Im Westen - Hevíz und Keszthely

Unser Urlaubsort für eine Woche war Hevíz.
Der berühmte Kurort mit dem großen Thermalsee.

Google Maps zeigt ihn hier.

Ich habe ihn auch gesehen.
Und sogar darin gebadet.
Gebracht hat das aber nichts.
Mir jedenfalls.
Dafür aber dem Betreiber 24 Euro für 10 Stunden.

In der Fußgängerzone findet man
die in solchen Touristenorten üblichen Geschäfte,
aber nichts, was man einkaufen könnte oder sollte.
Die angebotenen Waren sind dank Globalisierung
die gleichen wie bei uns, nur etwas teurer.

In Hevíz haben wir so weit oben auf dem Beg gewohnt,
dass wir spontan beschlossen,
die steilen Straßen einfach nur mit dem Auto zu fahren.

Urlaub und Quälerei passen nun mal nicht zusammen.

Außerdem gibt es einen sehr schönen Radweg
von Hevíz nach Keszthely (Keschdel gesprochen).

Er beginnt direkt am Parkplatz vor dem Thermalbad ...

... und führt durch einen wunderbaren Wald.

Weil die Pflastersteine auf dem weichen Waldboden
nicht ganz fest auf liegen,
singen sie wenn man drüber fährt.
Der Weg ist nicht nur ein optisches,
sondern auch ein akustisches Erlebnis.

Die Fortsetzung ist in bestem Zustand.
Hier gleitet man fast lautlos durch die Gegend.

Der Weg steigt dann mehr als einen Kilometer den Hügel hinauf.
Die Steigung ist aber nur gering. Etwa zwei bis drei Prozent.
Warum diese beiden den ganzen Weg geschoben haben,
konnte ich nicht verstehen.
Auch wenn man bei 30 Grad im Schatten
natürlich etwas in's Schwitzen kommt.

An der Stelle muss man die Hauptstraße (71) überqueren.

Dann  geht's wieder leicht bergab.

Auch kurz vor Keszthely muss man noch einmal
die Hauptstraße (71) überqueren.

Obwohl der Radweg am Ortseingang sowieso endet.

Ab da könnte man auf der Straße fahren.

Kurz darauf habe ich das dann auch gemacht.

Hier steht das größte Schloss Ungarns.
Ein paar Räume könnte man sogar besichtigen.
Aber wozu?

Im Park ist es viel schöner.

Vor dem Schloss beginnt sichtbar der Tourismus ...

... mit Straßenlokalen ...

... und Fußgängerzone.

Am Ende der kurzen Fußgängerzone.

Ein sehr großer Platz,
dessen Zweck und Nutzen uns jedoch verborgen blieb.

Der Balaton ist abgebrannt.
(Natürlich nur das Hotel.)

Die Badeanstalt. Unverkennbar mit Tor und Doppelturm.

Die “Drosselgasse”.
So sagen wir jedenfalls dazu.
Wer die Drosselgasse kennt, weiß warum.

Nicht alle Straßen sind “kultiviert”.
Einige zeigen auch noch den Scharm des Ostblocks.

Ebenso die Plattenbauten, die man allerdings auch bei uns findet.
Auch im dritten Stock kann man übrigens Rad fahren.

Zurück geht's nochmals durch die Fußgängerzone.
In der aber nicht viel los ist.

Und noch einmal durch den Schlosspark.

Zum Abschluss folgt ein Besuch im Supermarkt,
an dem es absolut nichts auszusetzen gibt.

 

Im Nordwesten - Keszthely <-> Badacsony

Dienstag, 02.09.2008

Google Maps zeigt den westlichen Teil des Balaton.
Wir wollten den Bereich zwischen Keszthely (violett)
und Badacsony (rot) mit unserem Triketandem erkunden.
Um uns jedoch die Parkgebühren zu sparen,
sind wir im Vorort Gyenesdias (grün) gestartet.

Ein sehr interessierter Passant hat unser Fahrzeug bestaunt
und netterweise ein Bild von uns gemacht.

Die Verbauungen an Bahngleisen sind schon beeindruckend.
Zum Glück geht die Straße einfach gerade drüber.

Vielleicht müsste man den Urhebern die Straße genau so verbauen,
damit sie mal über diesen Schwachsinn nach denken.
Schließlich könnten auch Fußgänger das Blinklicht
sehen und beachten, wenn sie nicht davon abgelenkt würden.
Und eine weitere kleine Schranke wäre allemal viel sicherer.

Sonst sieht der Radweg ganz gepflegt aus.

Rast am Balaton.

Ein lautstarker Bewohner macht auf sich aufmerksam,
verstummt dann aber.

Die Stare fühlen sich etwas gestört.
Die Befürchtungen meiner Frau
erweisen sich allerdings als unbegründet.
Offenbar haben sie beim Auffliegen schon “abgeladen”.

Wer gewinnt?
Der Jogger hat Vorsprung. Aber der Zug holt mächtig auf.

Auch die nächste hochkarätige Verbauung ist gar kein Hindernis,
wenn eine Straße vorbei führt.

Die wäre eins gewesen.
Aber da geht der Weg sowieso nicht weiter.

Zeitweise geht der “Balatoni Körút” (= Balaton-Rundweg)
parallel an der Hauptstraße (71) entlang.

Hier haben wir uns tatsächlich durch gefädelt.
Die von den “aufrechten” Radlern offenbar reichlich
genutzte Umgehung ist für uns fast unpassierbar.

Und der Weg über die Straße ist durch einen Graben blockiert.

Im Hafen von Szigliget.

Eine Gaststätte zur richtigen Zeit.

Ein Radler und ein gutes Essen.

Na, wie ist das?

Ein schmuckes Häuschen am Rande.

Auch abseits des Balatoni Körút sind Radler unterwegs.

Ein berühmter Basaltbrocken.
Wir wollen trotzdem nicht hinauf.

Manchmal führt der Radweg auch einfach über die normale Straße.

Gemütlich ist anders.

Der Weg zieht sich wie der Ort.

Und zieht sich.

Und der Berg lockt.
Aber vergebens.

In Badacsony.

Auch hier kann man Schweinsteiger-Trikots
und andere original Balaton-Souvenirs erwerben.

Eine kleine Hafenrundfahrt.
Meine Frau hätte fast geschrien.
Na ja, genau genommen hat sie sogar.
Aber nicht sehr laut.

Wenn sich die Gelegenheit bietet,
bereichern wir unsere Touren gerne mal mit einer Bootsfahrt.

Die hat uns übrigens (umgerechnet) 6,20 € pro Person
(für eine Strecke von 40 km)
und nur 3,35 € für “das lange Fahrrad” gekostet.

Das durften wir dann trotzdem zerlegen.
Ein “Hase” hat schon hinten Platz genommen.

Der andere wartet noch vorne.

Vom See aus wirkt der Basaltbrocken noch viel imposanter.
Und man kann erkennen, dass uns unser Weg immerhin
fast in halber Höhe dran vorbei geführt hat.
Höher muss bei 30 Grad im Schatten gar nicht sein.

In der Umgebung gibt es viele ehemalige Vulkane.

Am Ufer droht ein Angler den Fischen mit seiner strammen Rute.

Zwischenstopp in Szigliget.

Nun musste auch der zweite “Hase” hinten Platz nehmen.

Bei der Rückkehr nach Keszthely kommt schon Abendstimmung auf.

Weil wir ja im Vorort geparkt haben,
folgt nun noch eine kleine Radtour.

Aber auch andere sind noch unterwegs.

Nun ist Feierabend.

 

Im Norden - Balatonfüred und Tihany

Mittwoch, 03.09.2008

Google Maps zeigt's wieder.

Balatonfüred hat eine wunderbare lange Promenade.

Hier führt auch der Balaton-Rundweg vorbei.

Links der Fußweg, rechts der Radweg.

An der Uferpromenade.

Am Hafen.

Hier parkt ein Freund des schwarzen Humors.

Na so was, Radler auf dem Fußweg.

Immer um die Mittagszeit
üben Restaurants eine magische Anziehungskraft aus.

Der Weg zur Kirche auf Tihany.

Das tut sich in der Mittagshitze keiner mit dem Rad an.

Ausblick auf den nördlichen Balaton.

Dekorative Gebäude.

Überquellende Ramschläden.

Alles touristisch voll erschlossen.
Na gut, wir haben's gesehen und kapiert.
Schwamm (oder Häkeldeckchen) drüber.

 

Im Südwesten - Keszthely <-> Balatonkeresztúr

Donnerstag, 04.09.2008

Google Maps zeigt den westlichen Teil des Balaton.
Wir wollten uns den Südwesten
von Keszthely (grün) bis Balatonkeresztúr (rot) antun.

In Kesthely haben wir doch noch einen einsamen Parkplatz gefunden,
wo wir das Auto abstellen konnten, ohne Parkgebühren zu zahlen.
Das Knöllchen hätte dann 6,50 € gekostet,
wenn wir's bezahlt hätten.

Der Radweg folgt erst mal einer Nebenstraße am See.

Sehr idyllisch, wenn kein Trubel ist.

Ein grimmiger Magyar bedroht die Fische.

Jetzt lockt der See zum Fußbad.

Schlammbad war aber nicht geplant.

Die Pampe klebt nicht schlecht ...

.. und bleibt mir noch eine Weile erhalten.
Ob das vielleicht Heilschlamm ist?

Ein schöner ruhiger Waldweg.

Auch diese Verbauung am Schienenübergang
lässt sich bequem umfahren, ...

... führt dann aber auf die Straße und über diesen offenbar
viel genutzten Trampelpfad auf den Radweg zurück.

Wenn der Radweg wieder mal an der Hauptstraße entlang führt,
bleibt die Idylle auf der Strecke.

“Aufrechte” Radler kommen da durch,
wenn auch mit Mühe.

Mit etwas Mühe komme ich da auch vorbei.

Und mein diagonaler Weg ist auch nicht länger.

Alles ok? - Klar!

Orientierung ist kein Problem.

Wieder ein idyllischer Weg abseits der Hauptstraße.

Ein Strandbad lädt zur Pause ein.

Wer schwimmen will, muss weit laufen.

Sehr weit sogar.

Den schönsten und bequemsten Platz habe ich natürlich.

Das Restaurant Janette zu finden ist keine Kunst.
Es ist das einzige am Ort.

Nanu, hier gibt's ja auch Trikes.

Als Erstes muss ein Radler her.
Jedenfalls bei solchen Temperaturen.

Das Essen ist hier aber auch nicht zu verachten.

Die Saison ist vorbei. Hier “drosselt” nix mehr.

Auf dem Rückweg geht's wieder an der Hauptstraße (76) entlang.

Auf einer Brücke über die Zala ruft meine Frau plötzlich Stopp.
Was wir sehen, können wir kaum glauben.
Im Wasser steht ein gewaltiger Wels,
den wir nach gründlicher Prüfung auf mindestens 120 cm schätzen.
Leider zeigt das verschwommene Standbild nicht
die prachtvolle Erscheinung, die das Auge wahrgenommen hat.

Hier geht's wieder diagonal.

Das Zerren ist des Trikers Los.

Was das schleudernde Auto auf dem Radweg soll,
wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Zwischenbericht:
Strecke = 27,32 km
Tempo = 13,5 km/h
Trittzahl = 67 UpM
Temperatur = 36 °C.

Na da bleibt ja noch mindestens ein Grad Differenz
zur augenblicklichen Körpertemperatur
und zum Abdampfen.

Bahnstation Fenekpuszta. Nix los hier.

Diese Umgehung ist mir wegen der Unebenheiten
und der seitlichen Neigung zu riskant.

Da ziehe ich doch den erprobten Umweg über die Straße vor.

Auf der Alternativroute.

Alles frei?

Da bin ich.

Eine ganz einfache Formel:
Bier plus Sprite gibt Radler.

Gut!

Fazit

Weil wir ja immer nur das machen, was uns gefällt,
haben uns die Touren natürlich (alle) Spaß gemacht.

Was andere machen,
muss jeder für sich selbst entscheiden.

Der “Balatoni Körút” (Balaton-Rundweg)
führt sehr oft parallel zu den Hauptstraßen,
ist deshalb oft ausgesprochen ungemütlich
und bei weitem nicht so gut wie er beschrieben wird.

Die übrigen Radwege sind oft viel interessanter,
wenn auch nicht alle in empfehlenswertem Zustand.
Auch da muss jeder seine individuelle Entscheidung treffen.

Ein Reinfall war es für uns nicht.
Aber nochmals muss nicht sein.
Wir haben's ja beim ersten Mal kapiert.

 

 

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