| rt-go: 27.08.2006 /04.05.2010 |
Die Route kann man als
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Vor geraumer Zeit hatte ich zufällig gelesen, dass es an der Grenze zum Elsass eine Gemeinde namens Scheibenhard(t) gibt. Sie liegt an dem kleinen Flüsschen Lauter. Und wie so oft, geht das Flüsschen mitten durch den Ort. Das Dumme an der Sache war nur, dass das Flüsschen die Grenzlinie zwischen Deutschland und Frankreich bildet und deshalb sehr lange Zeit die Gemeinde getrennt hat. Heute ist das zum Glück alles Geschichte. Was lange beschlossen war, sollte am Freitag den 25.08.2006 nun endlich wahr werden. Wir wollten (nach ~110 Km Anfahrt) auf dem deutsch-französischen Radwanderweg zwischen Wissembourg und Lauterbourg eine Radtour machen und am Knotenpunkt in Scheibenhard beginnen.
Der Blick von der deutschen Seite nach Frankreich ...
... und von der französischen Seite nach Deutschland. Wie man auf den Bildern sehen kann, hat es aber leicht geregnet und die geschlossene schwarze Wolkendecke, die auf den Fotos viel zu hell aus sieht, versprach gar keine Besserung. Deshalb haben wir die Räder im Auto gelassen und sind (~50 Km weiter) nach Strasbourg gefahren.
Strasbourg
In der AVENUE DE LA PAIX darf die Straßenbahn auf dem Grünstreifen fahren. Im Hintergrund
das Münster.
Hier sieht man die hochmoderne Straßenbahn und ... ein Fahrrad. Wenn wir gewusst hätten, dass es in Strasbourg inzwischen derart viele Radwege gibt ( und dass es nur ein Mal kurz nieselt ;-) ... Nächstes Mal stellen wir unser Auto jedenfalls auf einem der zahlreichen Park+Radel-Parkplätze am Stadtrand ab und fahren mit dem Rad, anstatt uns die Hacken ab zu laufen. ;-) Schön war es aber trotzdem.
Da kann man z. B. vor dem Münster Kaffee trinken.
Oder man schlendert gemütlich durch das Gerberviertel,
Das dürfte der schönste Platz sein ...
... und das die idyllischste Stelle an der Ille.
Am PLACE DE L'HOMME DE FER (Platz des eisernen Mannes)
Gastronomische Erfahrungen am RandeWeil das Restaurant in unserem Hotel an diesem Tag geschlossen war, hatten wir uns rechtzeitig danach umgesehen, wo wir unser Abendessen einnehmen könnten, und in Kilstett einen Hinweis auf das Restaurant “Au Cheval Noir” gesehen. Dort kehrten wir also auf dem Rückweg von Strasbourg ein und sahen gleich, dass das kein billiger Abend würde. Auf die Vorspeise zum Pauschalpreis von 13 Euro verzichteten wir ebenso wie auf die Nachspeise für pauschal 7,50 Euro. Als genügsame Menschen begnügten wir uns mit der Hauptspeise für pauschal 19 Euro und wählten die Kalbsmedaillons. Die wurden dann mit Pommes, einem kleinen Röschen Blumenkohl, einem winzigen Stückchen Broccoli und Champignonscheibchen aus der Dose sehr übersichtlich serviert. Nicht, dass es schlecht geschmeckt hätte, aber bei dem Preis erwartet man eigentlich frische Pilze und keine Schnippelpilze aus der Dose, wie man sie bei Aldi für 59 Cent bekommt. Weil wir in der Fremde ja nie beratungsresistent sind und gerne Neues kennen lernen, haben wir auf Empfehlung des Chefs einen “schönen Riesling” getrunken. Die Flasche für 30 Euro, wie wir später auf der Rechnung lesen konnten. Nicht dass er schlecht geschmeckt hätte, aber so “schön” war er dann doch nicht und für einen ganz normalen Riesling war der Preis durch nichts gerechtfertigt.
FazitWer lernen will muss Lehrgeld zahlen Merksatz:
Die Grenz-TourWeil es am Samstag Morgen ganz entgegen der Vorhersage des Wetterberichtes trocken, sonnig und fast wolkenlos war, wollten wir versuchen, doch noch unsere Radtour zu machen.
Wir starteten in Scheibenhard und fuhren
Der Radweg ist ein breiter, asphaltierter Wirtschaftsweg, der an den Kreuzungen sogar “Vorfahrt” hätte. So sagen es jedenfalls die Schilder. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen, denn Autofahrer (zumindest eine Autofahrerin) kümmert das überhaupt nicht. Radfahrer können ja aufpassen und warten, selbst wenn sie Vorfahrt hätten und außerdem von rechts kommen. Ich hätte die Fahrerin sehr gern mal aus dem Auto gebeten, um ihr die Verkehrsregeln zu erklären. Aber so, dass sie sie
auch versteht und in Erinnerung behält.
Unterwegs habe ich kurzfristig mein Dreirad ausgeliehen.
Weil im Westen bereits tiefe, dunkle Wolken im Anzug waren und es gut möglich sein konnte, dass der Wetterbericht doch Recht
behalten würde,
haben wir uns in Schleithal entschlossen, nicht nach Wissembourg weiter zu fahren. Das hätte nämlich rund 15 Km mehr
bedeutet. Statt dessen haben wir die Querverbindung zur deutschen Seite genommen.
Da geht es zwar teilweise auf einer sehr kleinen Nebenstraße entlang, aber Autos sind dort recht selten unterwegs
und folglich kein Problem.
Die Grenze. Hier führt eine alte und offensichtlich wenig genutzte Brücke über die Lauter. Ob da jemals eine
Grenzkontrolle stattgefunden hat, ist nicht ersichtlich.
Der Weg führt als Privatweg durch ein Gehöft mit Mühle
Gibt es etwas Schöneres als ein Radler im Gartenlokal?
Na klar! Aber nicht etwa zwei Radler, sondern: Den Waldgasthof Bienwaldmühle können wir weiter empfehlen.
Auf der deutschen Seite geht's fast nur auf der L545 entlang. Am Ende haben wir wegen der Abkürzung nur 16 Km auf dem Tacho. FazitCarpe diem! Und vor allem:
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