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Manch ein unbedarfter Zeitgenosse denkt vielleicht: “Wimpel sind etwas für Kinderfahrrädchen, damit die Kleinen ihren
Spaß haben.”
Aber, weit gefehlt.
Weil Radfahrer neben den Fußgängern die Schwächsten im Straßenverkehr sind, und zahlreiche blinde Autofahrer all
zu häufig ohne ihren weißen Stock unterwegs sind , kann man jedem Radler nur wärmstens empfehlen, alles zu tun,
damit er nicht übersehen wird.
Ein Mittel dafür ist der Wimpel, der an einer Stange (wenn sie lang genug ist) den Radler überragt und deshalb auch
über PKW hinweg sichtbar ist. Nur sollte es ein Wimpel sein, der groß genug ist und richtig flattert, damit er auch
auffällt.
Das Original (s. u.) an meinem Lepus war so klein, dass man es problemlos übersehen konnte und hat fast überhaupt
nicht geflattert. So konnten die Passanten zwar gut den Werbeaufdruck lesen, aber als Fahrradwimpel war das Ding eher
ungeeignet.
Deshalb habe ich es aus dem Verkehr gezogen und mir selbst einen “richtigen” Wimpel gebastelt. Die Idee dazu
stammt zwar nicht von mir. Aber das ändert ja nichts daran, dass sie wirklich gut ist.
Ausgangsmaterial ist eine orangefarbene Warnweste wie man sie “überall” unter zwei Euro angeboten bekommt.
Als Erstes werden die reflektierenden Stoffbänder
abgetrennt. Das ist vermutlich die lästigste Arbeit. Dann schneidet man aus dem Stoff ein Dreieck für den Wimpel aus.
Ich habe absichtlich ein gleichseitiges Dreieck ausgeschnitten. Dann habe ich die Ränder mit Reflektorbändern (mit der Nähmaschine) eingefasst.
Der neue Wimpel ist gut doppelt so groß wie das Original. Dank der Farbe ist er bei Tag gut zu sehen, dank der
Reflektorbänder auch bei Nacht. Genau deshalb werden sie ja bei der Warnweste verwendet.
Damit der Wimpel bei all dem Geflatter (Er flattert ganz toll!) an seinem vorgesehenen Platz bleibt, habe ich den Wimpel oben zu genäht,
damit die Stange nicht durch rutscht, und
den Rand unten etwas länger und natürlich offen gelassen. So, dass man die Stange dort hinein schieben kann. Weil das Material aus Kunstfasern besteht, kann man unten ganz leicht mit einem
erhitzten Stichel ein Loch ein stechen, das nicht ausfranst. Durch dieses Loch kann man dann einfach einen Kabelbinder
stecken und den Wimpel so fest zurren, dass er sicher an seinem Platz bleibt.
Fazit
Mit etwas Geschick kann man ohne großen Aufwand die Sicherheit erheblich verbessern. - Worauf wartest Du noch?
Anmerkungen
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Egal wie's kommt,
so ein Wimpel ist immer gut.
Weil ich meinem Lepus (der Hersteller hat so etwas leider gar nicht vorgesehen) zu einer Anhängekupplung verhelfen wollte, ergab es sich, dass ich einen zwei
Meter langen Alustab nach Hause transportieren musste.
Um damit nicht als “Don Quixote de la Mancha, der Ritter von der traurigen Gestalt” im Straßenverkehr zu
erscheinen, habe ich den Stab mit zwei Klettbändern am “Fahnenmast” befestigt und ... der Transport war kein
Problem.
Es lebe das Klettband und der “Fahnenmast”!
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Übrigens
Die orangefarbene Tasche, die hier im Bild zu sehen ist, ist bei mir schon zu einem
Standard-Zubehör geworden, ohne das ich, wenn irgend möglich, nicht weg fahre. Und das hat mehrere Gründe:
- Die Tasche ist grell orangefarben und erhöht dadurch die Sichtbarkeit und die Sicherheit.
- Die Tasche lässt sich mit ihren Henkeln einfach über die Rückenlehne hängen und steht dann sicher und
unverlierbar auf dem Gepäckträger. Bequemer kann's nicht gehen.
- Die Tasche ist isoliert und kann deshalb auch mal Kühlkost transportieren oder die Verpflegung für unterwegs
frisch halten.
Für ganz Neugierige
Auf obigem Bild ist die Tasche gefüllt mit:

2. 13.08.2008
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Der Wimpel ist im Prinzip ganz prima. Trotzdem haben mich einige Kleinigkeiten gestört: Ich
musste ihn beim Transport im Auto oder wenn er sonst im Weg war immer aus dem Sitzrohr herausziehen
und in ganzer Länge verstauen. Trotzdem war er mir am Rad etwas zu kurz. Nun hat
mir eine netter Mensch ein altes Zeltgestänge überlassen.
Genau das, was ich für eine neue Fahnenstange benötigte. 
Hier ist das fertige Teil in
voller Länge (2,10 m) zu bewundern. 
Zur Sicherheit habe ich den Knoten des Gummizuges verklebt
und am oberen Ende der Stange durch eine Plastikkugel abgedeckt. 
Auch den unteren Knoten des
Gummizuges habe ich verklebt
und durch ein Stück Schrumpfschlauch gesichert. 
Den unteren Teil habe ich so gekürzt, ...
 ... dass nur
noch ein kurzes Stück der Steckhülse
aus dem Sitzrohr heraus ragt. 
Jetzt flattern die Wimpel in unübersehbarer Höhe. 
Und trotzdem genügt ein
Handgriff,
um den Fahnenmast aus dem Weg zu räumen. Wenn es sein müsste, könnte man ihn sogar
noch
auf ein Drittel der Länge zusammen falten.


3. 21.03.2009
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Weil ich Genussradler gewöhnlich ja sowieso nur bei gutem Wetter und im Hellen unterwegs bin,
sind die reflektierenden Wimpel bei mir eigentlich entbehrlich. Ausreichende Höhe und
gute Sichtbarkeit genügen vollauf. Als ich nun zufällig auf sogenannte Bali-Fahnen gestoßen bin,
konnte ich es mir nicht verkneifen,
gleich mal zwei an Land zu ziehen. Eine bunte für werktags
und eine goldene für sonntags.
 
Und so sieht das jetzt aus. 
Natürlich könnte man auch drei montieren.
An jedem Rad eine.

 Oder man montiert gleich so was.
 Aber wir fahren ja nicht nur in der Stadt
und wollen nicht riskieren,
dass wir bei Seitenwind eventuell
völlig vom Kurs ab kommen.



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